Barbara Luh-Erben
Heilpraktikerin
für Psychotherapie

Vertragspartnerin der Firma ON-MPU

MEDITATION


Kaum eine andere Entspannungstechnik ist mittlerweile besser erforscht als Meditation. Für viele Menschen ist es inzwischen alltäglich und sie schätzen die wohltuende Wirkung auf Körper, Geist und Psyche. Anderen hingegen erscheint Meditation immer noch als eine religiöse oder esoterische Angelegenheit, die schwer zu erlernen und zeitaufwendig ist.

Daher möchte ich hier in kürzester Form einige der häufigsten Fragen beantworten.


F: Ist es eine esoterische oder religiöse Übung, die nur etwas hilft, wenn ich daran glaube?

A. Nein, dass sich die Gehirnwellen beim Meditieren (wie z.B. auch beim Schlafen) verändern, kann mit einem EEG gemessen werden und darauf beruht die Wirkung. Ursprünglich waren es allerdings buddistische Mönche, die sich darin übten. Aber auch in christlichen Klöstern wird meditiert; dort nennt man es Kontemplation.

F: Braucht man dazu eine langjährige Übung?

A: Nein, sobald ich ohne äußere Ablenkung zur Ruhe komme und mich bewusst wahrnehme, verändert sich die Frequenz der Gehirnwellen. Je öfter ich dies jedoch übe, desto schneller erreiche ich diesen Zustand.

F: Brauche ich dazu nicht viel Zeit?

A: Jeder kann für sich entscheiden, wieviel Zeit er dafür aufbringen kann. Alles ist möglich und hilfreich, von einem 5-Min. Stopp im Alltag bis zu einer ausgedehnten Meditation am Wochenende.

F: Brauche ich ein Meditationskissen oder andere Hilfsmittel?

A: Nein, jeder Stuhl mit einer geraden Rückenlehne oder jede gerade Liegefläche ist ausreichend. Gerade wenn man älter ist oder körperliche Probleme hat, kann es schwer fallen, sich an ein Meditationskissen zu gewöhnen.

F: Es gibt so viele verschiedene Anleitungen, welche Meditationsart ist denn nun die Richtige?

A. Es stimmt, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, sich dem Meditieren anzunähern, abhängig davon, was man erreichen will. Zu therapeutischen Zwecken wird heute vor allem die Achtsamkeitsmeditation empfohlen. Außerdem gibt es das Sitzen in der Stille, Meditation für mehr Nächstenliebe, Meditationen bei denen man sich in die Natur einfühlt, Gehmeditationen, um nur einige zu nennen. Jeder wird mit der Zeit herausfinden, welche Art er bevorzugt. Hilfreich sind jedoch alle!

F: Ist es nicht sehr schwierig, an nichts zu denken?

A. Das ist tatsächlich sogar unmöglich! Darum geht es aber auch gar nicht. Es ist wird immer wieder ein Gedanke auftauchen, wir sollen uns nur nicht darauf einlassen und wieder im Grübeln verfangen, sondern ihn wahrnehmen und dann weiterziehen lassen, wie eine Wolke am Himmel. Mit mehr Übung werden die automatisch auftauchenden Gedanken jedoch weniger.